Sonderulaub im Todesfall: wovon hängt der Anspruch ab?

  
Sonderulaub im Todesfall: wovon hängt der Anspruch ab?

In diesem Artikel beraten wir Sie gerne, worauf Sie Anspruch haben, wenn eine Ihrer nahestehenden Personen stirbt. In bestimmten Fällen haben Sie Anspruch auf Sonderurlaub, in dem Sie nicht zur Arbeit gehen müssen, die Bestattung arrangieren können und an ihr teilnehmen. Es hängt jedoch von dem Verwandtschaftsgrad und anderen Faktoren ab.

Wer den Anspruch auf Sonderurlaub hat (und wie viele Tage)

  • Wenn einer Ihrer Verwandter stirbt

Wenn Ihr Ehemann, Gefährte oder Kind stirbt, haben Sie den Anspruch auf einen Sonderurlaub 2 Tage lang und ein Tag extra für die Bestattung. Maximal also 3 Tage.

Wenn Eltern, Geschwister, Großeltern, Schwiegervater und Schwiegermutter, Schwager und Schwägerin, Schwiegertochter und Schwiegersohn sterben, können Arbeitnehmer einen Tag Sonderurlaub nehmen, und wenn Sie die Bestattung arrangieren, dann noch einen Tag dazu. Maximal also 2 Tage.

  • Wenn eine Person, mit der Sie im gemeinsamen Haushalt leben, stirbt

Wenn ein Verwandter starb, der oben nicht angeführt wurde, können Sie einen Tag Sonderurlaub nur dann nehmen, wenn er mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt am Tag seines Todes lebte.  Das gleiche gilt auch für alle anderen Personen, die mit Ihnen im gemeinsamen Haushalt gelebt haben. Auf eine Tag Sonderurlaub haben Sie Anspruch auch in dem Fall, wenn z. B. Ihr Gefährte starb, mit dem Sie im gemeinsamen Haushalt lebten.

  • Wenn Ihr Arbeitskollege stirbt

Nach der Regierungsverordnung vielleicht noch eine Sache, und das Lohn- oder Gehaltausgleich den Mitarbeitern des Verstorbenen. Diese können bezahlten Urlaub für die nötige Dauer nehmen, in der sie zur Bestattung fahren, an ihr teilnehmen, und danach sollen zurück zur Arbeit fahren. Wer Teil an der Bestattung nimmt, bestimmt der Arbeitgeber selber, dieser Anspruch entsteht also nicht automatisch.

  • Andere Fälle

Wenn das o. g. für Sie nicht gilt, Sie möchten doch zu einer Bestattung gehen, ist die einzige Möglichkeit, sich mit dem Arbeitsgeber daran einigen, dass Sie Urlaub oder unbezahlten Urlaub nehmen.

Der Anspruch auf bezahlten Urlaub kann jedoch aufgehoben werden, und das im Falle, dass der Mitarbeiter unentschuldigte Abwesenheit in der Arbeit in dem Monat, wann die Bestattung stattfindet, hatte. In solchem Fall kann der Arbeitgeber ablehnen, seinem Angestellter Urlaub zu gewähren.

Urlaub wegen Bestattung oder Trauerabschied?

Nach dem Gesetz werden Bedingungen festgelegt, was man für eine Bestattung halten kann und was nicht. Die Bestattung ist die Verbringung des Leichnams oder der Asche eines Verstorbenen an einen festen, endgültig bestimmten Ort in der Erde oder die Ausbringung der Asche in die Natur. Wenn ein Trauerereignis mit der Bestattung an einem anderen Arbeitstag verbunden ist, z. B. Verabschiedung mit nahstehenden Personen, entsteht hier kein Anspruch auf Urlaub mehr.

Welche Unterlagen sind nötig

Wenn es nötig ist, stellt Ihnen das Bestattungshaus eine Bescheinigung, dass Sie an der Bestattung teilgenommen haben, die als Beweis dient und mit der Sie ohne Probleme Ihren Anspruch auf Urlaub geltend machen können.

Alle Informationen teilen wir Ihnen rund um die Uhr unter +420 725 900 800 gerne mit.

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